Natürliche Antioxidationsmittel

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Ein in der Natur vorkommendes Antioxidations- mittel ist Vitamin C (Ascorbinsäure), das in vielen Zitrusfrüchten enthalten ist. Dies kann man auch an einem kleinen Test leicht veranschaulichen, indem man etwas Zitronensaft auf einen frisch geschälten Apfel gibt. Man kann erkennen, dass der Apfel an den behandelten Stellen nicht so schnell braun wird. Vitamin C und seine Salze werden z.B. Limonaden, Marmeladen, Kondensmilch und Würstchen zum Schutz beigefügt. Im Magen verhindert Ascorbinsäure, dass sich aus Nitrit und sekundären Aminen krebserregende Nitrosamine bilden.

Die Bedeutung des Vitamin C wird mit im Hinblick auf den Eisenstoffwechsel allerdings zuweilen auch kontrovers beurteilt, da es durch die Reduktion von Fe(III) zu Fe (II) in Anwesenheit von H2O2 zur Entstehung von hochreaktiven und hochtoxischen Hydroxyl-Radikalen kommen kann.

Es gibt weitere natürliche Antioxidantien, die zur Vitamin-E-Familie gehören und hauptsächlich in Nüssen und Sonnenblumenkernen enthalten sind. Sie werden meist in Pflanzenölen, Margarine und Kakaoprodukten verwendet.

Die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe zählenden antioxidativ wirksamen Carotinoide Lycopin sind in vielen Obst- und Gemüsearten enthalten. Lycopin ist ihr effektivster Vertreter und gehört auch allgemein den stärksten natürlichen Oxidationsschutzstoffen. Es ist hauptsächlich in roten Tomaten enthalten (ca. 20 mg/kg) und wirkt als Radikalvernichter.

Studien haben gezeigt, dass Lycopin als wirksame Substanz zur Verringerung des Risikos für bestimmte Krebsarten dienen kann. Vor allem bei Prostatakrebs gibt es nachgewiesene Erfolge. Außerdem kann mit Antioxidantien – besonders den Vitaminen C und E, ?-Carotin und dem Knoblauchsulfid Allicin – arteriosklerotischen Erkrankungen vorgebeugt werden, indem die Oxidation von LDL-Cholesterin (low density lipoprotein) im Blut vermindert wird.

Weitere natürliche Schutzsubstanzen mit antioxidativen Eigenschaften sind Polyphenole (v. a. in Rotwein), Flavonoide (Wein, Tee, Gemüse, Obst), Phytoöstrogene und Protease-Inhibitoren. Im Säugetierorganismus stellt ferner das Glutathion ein sehr wichtiges Antioxidationsmittel dar. Neben antioxidativ wirkenden Proteinen wie Transferrin, Albumin, Coeruloplasmin, Hämopexin und Haptoglobin werden im Körper weiterhin verschiedene antioxidative Enzyme gebildet. Die wichtigsten sind hier die Superoxiddismutase (SOD), die Glutathionperoxidase (GPX) und die Katalase. Diese Enzyme sind zur Entgiftung freier Radikale in den Körperzellen von entscheidender Bedeutung.

Antioxidantien sollten jedoch stets aktiv sein.

Bei einem Mangel an Bewegung werden Antioxidantien inaktiv und verlieren somit ihre Wirkung. Von der Einnahme hoher Dosen isolierter Antioxidantien wird abgeraten, unabhängig davon, ob sie natürlichen oder synthetischen Ursprungs sind. Mehrere Untersuchungen weisen darauf hin, dass z.B. Vitamin E in hoher Konzentration selbst zum freien Radikal werden kann und so die Lipidoxidation fördert. Auch ?-Carotin wirkt in großen Mengen auf Lungenkrebspatienten vermutlich eher schädlich.

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